Aktuelles aus dem Kreisverband

28.06.2020

Zukunft der Ohratalbahn - Chancen durch den Landkreis nutzen

Die Belange der Ohratalbahn rückt die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen auf der kommenden Kreistagssitzung am 8. Juli 2020 mit einem Antrag erneut in den Mittelpunkt.

Mit diesem fordern die Grünen seitens des Kreises eine verbindliche Befassung mit deren Wiedereröffnung. So soll nicht nur ein freiwilliger Runder Tisch, sondern eine Arbeitsgruppe, in der alle relevanten Akteure – Landräte der Kreise Gotha und Ilm-Kreis, Vertreter des Kreistags, der Anliegerkommunen, des Verkehrsministeriums, des bisherigen Betreibers Zossen Rail und Interessensverbände versammelt sind – beschlossen werden, um deren Wiedereröffnung gezielt zu unterstützen. Außerdem soll regelmäßig über den aktuellen Stand der Ohratalbahn berichtet werden.

Fraktionsvorsitzender Steffen Fuchs erklärt dazu: „Die Rot-Rot-Grüne Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung beschlossen, perspektivisch mit drei weiteren stillgelegten Bahnstrecken auch die Ohratalbahn als prioritär wiederzueröffnende Strecke zu deklarieren. Damit besteht nun zum ersten Mal seit der Streckenstilllegung 2011 eine echte Perspektive für eine mittelfristige Wiederinbetriebnahme. Der Kreis Gotha ist daher dringend gefordert, die Chancen, die sich durch die aktuelle landespolitische Initiative ergeben haben, jetzt nicht ungenutzt zu lassen, bevor eventuell erneut weitere Probleme entstehen, die eine zukünftige Wiederinbetriebnahme weiter erschweren.“

Antrag: „Zukunft der Ohratalbahn“ der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag Gotha [PDF]

16.06.2020

Das Land steht bei der Ohratalbahn in der Pflicht

Der Kreisverband der Gothaer Grünen übt scharfe Kritik an der Entscheidung, die Ohratalbahn nun ein weiteres Mal stillzulegen. Auch wenn laut Aussage von Vekehrsminister Hoff diese Entscheidung auf den aktuellen Betreiber Zossen-Rail zurückgehen soll, so ist doch das erschreckende Desinteresse des von der Linken geführten Verkehrsministeriums in den letzten Jahren ganz offensichtlich eine zu schwere Hypothek gewesen! Nach der überfälligen Entscheidung der Landesregierung, auch die Ohratalbahn als eine der prioritär wiederzueröffnenden Bahnstrecken in den Koalitionsvertrag aufzunehmen, ist nun einmal mehr schnelles Handeln absolut unerlässlich.

Steffen Fuchs, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion erklärt dazu: "Erneut musste die Öffentlichkeit von einer derartig gravierenden Entscheidung wie sie die jetzige, zweite Streckenstillegung bedeutet, aus der Presse erfahren. Die Grüne Kreistagsfraktion hatte im vergangenen Herbst die Zukunft der Ohratalbahn in einer Anfrage thematisiert, woraufhin der Landrat zugesagt hatte, regelmäßig über den aktuellen Stand zu berichten. Immerhin sind deren Belange fester Bestandteil des Regionalmanagements von Kreis Gotha und Ilm-Kreis. Den Runden Tisch, der nicht nur einen Vertreter des Infrastrukturministeriums, den Gothaer Landrat und den Ohrdrufer Bürgermeister, sondern auch den bisherigen Nutzer Zossen-Rail, alle Anliegerkommunen und die Landrätin des Ilm-Kreis ins Boot holen muss, werden wir vor Ort konstruktiv unterstützen. Allerdings ist das Verkehrsministerium in der Pflicht, nun federführend einen verbindlichen Fahrplan für die Wiedereröffnung festzulegen. Immerhin war es auch der CDU-Verkehrsminister Carius, der deren Stilllegung gezielt vorbereitet und umgesetzt hat. Alles andere als die Wiedereröffnung der Strecke, in deren Sanierung kurz vor ihrer Stilllegung bekanntlich Millionen Euro geflossen sind, wäre ein Schlag ins Gesicht des Steuerzahlers. Auch mit Blick auf die dringend erforderliche Verkehrswende und die damit verbundene Stärkung des ÖPNV und Güterschienenverkehrs, die für eine effektive Bekämpfung des Klimawandels unverzichtbar ist, gilt es jetzt bei der Ohratalbahn eine massive Kehrtwende einzuleiten, bei der sich zu allererst das Land als glaubwürdiger Partner beweisen muss." 

07.05.2020

Keine Giftdusche im Naturschutzgebiet „Röhnberg“ bei Wechmar!

Die Kreistagsfraktion und der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha lehnen die von Thüringenforst ab 04. Mai geplanten Insektizideinsätze im Naturschutzgebiet „Röhnberg“ ab. Das eingesetzte Mittel „Mimic“ ist in seiner Wirkung keineswegs auf den Schwammspinner begrenzt. Es werden vielmehr seltene und geschützte Tierarten und so auch die ganze Lebensgemeinschaft im Naturschutzgebiet sinnlos gefährdet.

„Die im Naturschutzgebiet „Röhnberg“ per Hubschrauber geplante Giftdusche ist völlig unangemessen und vermutlich sogar rechtswidrig.“, kritisiert Dr. Katrin Vogel, Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, deutlich. „Der Röhnberg ist ein Kleinod der Artenvielfalt und beherbergt Laubmischwälder, Streuobstwiesen, Trockenrasen und die landesweit bekannten „Baldlands“. Hier per Hubschrauber Gift zu verteilen, das noch Wochen bis Monate nicht nur auf den behandelten Flächen, sondern durch den Sprühnebel auch weit in andere Bereiche hinein Insekten, Vögel und viele andere Tiere schädigt sei mit dem Schutzziel des Naturschutzgebietes nicht vereinbar.“, so Vogel weiter.
Durch den Einsatz des Insektizids „Mimic“ werden nicht nur die Raupen des Schwammspinners, sondern auch viele andere sich häutende Insekten getötet. Auch sich von Insekten ernährende Fledermäuse und Vögel und sich häutende Wasserlebewesen werden stark beeinträchtigt – und das sogar über Wochen und Monate.
In Naturschutzgebieten sind Pestizideinsätze mit Luftfahrzeugen grundsätzlich verboten und nur in besonderen Ausnahmefällen möglich, wenn die zuständige Naturschutzbehörde nach intensiver naturschutzfachlicher Prüfung eine Befreiung vom Verbot erteilt. Die Naturschutzverbände NABU Thüringen und BUND Thüringen gehen davon aus, dass in dem Genehmigungsprozess eine Beteiligung der Naturschutzverbände erforderlich gewesen wäre. Diese ist nicht erfolgt. Widerspruch wurde eingelegt.
„Wir gehen davon aus, dass die Untere Naturschutzbehörde dem Gifteinsatz im Naturschutzgebiet nicht hätte zustimmen dürfen und fordern daher die Beteiligten auf, auf den Gifteinsatz zu verzichten. Wir werden diesen Vorgang zum Thema im Kreistag machen“, sagte Vogel.

02.05.2020

Aktuelle Baum- und Heckenschnittarbeiten in Gotha sind nicht akzeptabel

Die Gothaer Kreisverbände von NABU und Bündnis 90/Die Grünen kritisieren aktuell in Gotha gehäuft vorkommende Baum- und Heckenschnittarbeiten, obwohl das laut Bundesnaturschutzgesetz aufgrund der aktuellen Vogelbrutzeit im Zeitraum vom 1. März bis 30. September im Normalfall nicht gestattet und nur in Ausnahmefällen zulässig ist.

Dazu erklärt NABU-Pressesprecher Albrecht Loth: „ So fanden vor einigen Tagen auf dem Gelände der Städtischen Heime im Bereich des Standorts “Pestalozzistraße“ Baumschnittmaßnahmen statt, die Landespolizeiinspektion Gotha ließ kürzlich in der Schubertstraße eine Hecke verschneiden und in der Uelleber Straße erfolgte die Rodung eines Grundstücks, ganz offensichtlich um Baufreiheit zu schaffen – eine Aufzählung, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite darauf verzichtet werden sollte, mitten in der Vogelbrutzeit Hecken und Bäume zu verschneiden. Wir fänden es wünschenswert, dass besonders öffentliche Verwaltungen oder städtische Einrichtungen hier mit gutem Beispiel vorangehen und deutlich mehr Sensibilität für den Naturschutz an den Tag legen würden. Immerhin sind derartige Eingriffe vorherseh- und entsprechend planbar, können also in der Regel ohne Probleme im Herbst oder Winter vorgenommen werden. Das gilt im Übrigen auch für Privatleute und die Realisierung von Bauvorhaben. Bei den entsprechend langfristigen Vorplanungen dürfte es im Normalfall selbstverständlich und nicht zu viel verlangt sein, Baum- und Heckenrodungen, wenn denn erforderlich, in die Winter- und Herbstzeit zu verlegen. Aber auch behördlicherseits erwarten wir bei der Erteilung von hier erforderlichen Ausnahmegenehmigungen mehr Fingerspitzengefühl.“
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion Felix Kalbe unterstützt die Kritik des NABU: „Wir teilen die vonseiten des NABU geäußerte Kritik voll und ganz und können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass, was die angesprochenen Vorfälle betrifft, im Schatten der Corona-Pandemie gelegentlich vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. Wir begrüßen es daher sehr, dass aufmerksame Bürger*innen Naturschutzbund und Grüne auf derartige Missstände aufmerksam machen, die auf keinen Fall zur Normalität werden dürfen.“

22.03.2020

Mopsfledermaus gefährdet: Grüne lehnen Insektizid-Einsatz im Naturschutzgebiet ab

streng zu schützende Art: Mopsfledermaus

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha kritisiert den von Thüringen Forst geplanten Einsatz des Insektizids Mimic gegen den Schwammspinner im Bereich des Naturschutzgebiet „Röhnberg“ bei Wechmar. Wir teilen die vonseiten des Vorsitzenden des Thüringer Entomologenverbands und NABU-Kreisverbands Gotha, Ronald Bellstedt, geübte Kritik, der den Einsatz nicht nur aus ökologischen Gründen ablehnt, sondern auch als Steuerverschwendung betrachtet.

Albrecht Loth, Kreissprecher der Gothaer Grünen ergänzt: „Es ist bedauerlich, dass die vonseiten des Thüringen Forsts erstellte FFH-Verträglichkeitsstudie, mit der der Insektizid-Einsatz im Naturschutzgebiet genehmigt wird, fachlich unzureichend ist. So werden neben anderen, nicht erwähnten streng geschützten Arten und Lebensraumtypen, z.B. die dortigen Vorkommen der Mopsfledermaus, einer prioritären, also besonders streng geschützten FFH-Art, ignoriert, die sich zu 90 Prozent von Nachtfaltern und anderen Insekten ernährt, also von diesem Einsatz besonders betroffen sein wird. Immerhin handelt es sich bei Mimic um ein Mittel, dem alle dort vorkommenden Insekten zum Opfer fallen werden. Wie man angesichts des seit Jahren ungebremst voranschreitenden Insektensterbens den mit dem Einsatz der chemischen Keule einhergehenden Kollateralschaden in der Insektenfauna billigend in Kauf nehmen kann, ist uns daher völlig unverständlich. Der zunehmende Klimawandel wird zukünftig ohnehin zu einer Zunahme derartiger Schadinsekten führen, sodass nach dieser Logik Einsätze wie dieser auch in Schutzgebieten zur Normalität werden würden. Stattdessen ist es sinnvoller, auf den Zusammenbruch der Bestände infolge von Viren und Parasiten zu setzen, wofür es im vergangenen Jahr auch bereits Anzeichen gab, ebenso wie die Eindämmung durch natürliche Feinde. Dass es auch anders geht, zeigt Bayern, wo der Insektizideinsatz in Schutzgebieten verboten ist.

Wir hätten uns daher eine klare Ablehnung durch das Umweltamt und die Untere Naturschutzbehörde gewünscht, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Aus Sicht der Grünen muss in einem Naturschutzgebiet der Naturschutz absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.“

16.03.2020

Gothaer Grüne wählen neuen Vorstand

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha hat einen neuen Vorstand gewählt. Mit Rückblick auf die abgelaufene Amtszeit konnte ein überwiegend positives Fazit gezogen werden. So sind die Grünen in den Kreistag sowie den Gothaer und Waltershäuser Stadtrat in Fraktionsstärke eingezogen und auch zum ersten Mal im Gemeinderat Nesse-Apfelstädt mit zwei Mitgliedern vertreten, deren Zahl durch den Eintritt von Hendrik Knop bei den Grünen nun sogar auf drei gestiegen ist. Nicht zufrieden sein konnte der Kreisverband dagegen mit den Ergebnissen der Landtagswahl, wo wir die uns gesteckten Ziele nicht erreichen konnten.

Dem neuen Vorstand gehören an als Kreissprecher Albrecht Loth, Gotha, als Stellvertreter Manfred Haferanke, Gotha, als Schatzmeister Matthias Kaiser, Gotha, als Schriftführer Tom Gürtler, Emleben und als Beisitzer/innen Elina Becker, Felix Kalbe und Markaus Ipolt (alle Gotha). Nicht wieder kandidierten Dr. Burkhard Vogel (Neudietendorf) und Rico Heinemann (Apfelstädt).
Wir freuen uns, die Vorstandsarbeit für die kommenden zwei Jahre mit zwei zusätzlichen Mitgliedern auf eine breitere Basis stellen zu können, was den spürbar gewachsenen Mitgliederzahlen des Kreisverbands Rechnung trägt. Das mit Felix Kalbe seit Januar nach Dr. Katrin Vogel erneut ein Mitglied des Kreisverbands dem Landesvorstand angehört, freut uns besonders.

Für die kommenden zwei Jahre wird im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit zum einen natürlich die Vorbereitung der in einem Jahr stattfindenden Landtagswahl stehen, zum anderen die Schaffung effizienterer Strukturen im wachsenden Kreisverband. Inhaltlich sollen u. a. verstärkt die Themen Nachhaltige Mobilität in Stadt und Kreis Gotha, die Stärkung des ländlichen Raums und ein stärkerer Klima- und Artenschutz auf kommunaler Ebene aufgegriffen werden.

Albrecht Loth, Kreissprecher

04.06.2019

Von: Raphaela Blümer / Rico Heinemann

Gelebte Partnerschaft Ost-West

Einen herzlichen Dank für Euren Besuch in unserem schönen Landkreis.

Bericht unserer Freunde aus Drensteinfurt:

Am vergangenen Wochenende besuchten wir den Landkreis Gotha in Thüringen. Anlass war das alljährliche Treffen mit unseren Freund*innen...

Mehr»

28.05.2019

Von: Albrecht Loth; Rico Heinemann

Danke für Eure Stimmen !

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha bedankt sich ganz herzlich für das uns ausgesprochene große Vertrauen.

Bei den Europawahlen mit 7,5 Prozent und bei den Kommunalwahlen mit 6,6 Prozent für den Kreistag (3 Mandate), 6,9 Prozent für den Go...

Mehr»

24.05.2019

Von: Albrecht Loth

Waldwanderung Winterstein

Da vonseiten der Wintersteiner Bevölkerung in der letzten Zeit häufig Beschwerden über in der näheren Umgebung (Breiteberg etc.) vorgenommenen Waldarbeiten und die dadurch verursachten Beeinträchtigungen des Waldes laut geworden waren, hatten sich di...

Mehr»

22.05.2019

Von: Albrecht Loth

Einladung zum Grünen Sommerfest

Liebe Freundin, lieber Freund,

am 26. Mai finden nicht nur die Europa-, sondern auch die Kommunalwahlen für Stadt- und Gemeinderäte sowie den Gothaer Kreistag statt, für die du kandidiert oder uns anderweitig unterstützt hast.

Nach einem intensiv...

Mehr»

URL:http://gruene-gotha.de/aktuelles/kategorie/kreisverband-21/article/kreisverband_der_gothaer_gruenen_besichtigt_bedrohten_schlosspark_reinhardsbrunn/