10.09.2016

Verhalten des Wartburgkreises ist beschämend

Erneute Vertagung der Entscheidung zur Orchesterfinanzierung im Kreistag des Wartburgkreises

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha hat mit Fassungslosigkeit die Entscheidung des Kreistages des Wartburgkreises vom Mittwoch zur Kenntnis genommen, den Beschluss zur Fusion der Thüringen Philharmonie Gotha und der Landeskapelle Eisenach erneut zu verschieben und nun auf den letztmöglichen Zeitpunkt im Oktober zu vertagen. Es ist völlig inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen, nach wie vor die Zustimmung zur Fusion der beiden traditionsreichen Orchester mit Zusagen zur bevorstehenden Gebietsreform von Seiten des Landes zu verknüpfen. Wir sind entsetzt, in welch unglaublich dummdreister und frecher Art und Weise hier nicht nur das in den letzten Monaten von den übrigen Trägern geleistete große Engagement für den Erhalt der beiden Orchester und des Landestheaters mit Füßen getreten wird, sondern wie rücksichtslos und skrupellos auch mit den Existenzen von über 100 Musikern und Schauspielern gespielt wird.

 

Albrecht Loth, Sprecher des Kreisverbands und Mitglied im Trägerverein erklärt dazu: „Diese Vorgehensweise zeigt nur in erschreckender Weise, über welch peinlich beschränkten kulturpolitischen Horizont Landrat Reinhard Krebs (CDU) und die Mehrheit des Kreistages ganz offensichtlich verfügen. Wer wegen einer Summe von 150.000 Euro, nicht mehr beträgt der Zuschuss des Wartburgkreises, ernsthaft und mit voller Absicht die Zukunft zweier Orchester und eines Theaters infrage stellt; Institutionen, die zu den kulturellen Aushängeschildern Westthüringens zählen, der muss von allen guten Geistern verlassen sein. Wir können nur inständig hoffen, dass der Kreistag des Wartburgkreises im Oktober zur Vernunft kommt und in den kommenden Wochen mit dem Land eine Zwischenlösung gefunden wird, in der das mühsam ausgehandelte, aber zukunfts- und tragfähige Vertragswerk doch noch gerettet werden kann.“

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