24.01.2012

Steffen Fuchs: Großprojekt Pumpspeicherkraftwerk Schmalwasser kritisch begleiten

Zu den aktuellen Debatten und Presseberichten über das Pumpspeicherkraftwerk
Schmalwassertalsperre und der Forderung nach Unterstützung des Projekts durch die SPDOrtsverbände Gotha und Waltershausen (TA/TLZ vom 24.01.2012) erklärt Steffen Fuchs, Landratskandidat für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gotha:

„Die Energiewende und die hierfür erforderlichen Investitionen können nur mit einem Höchstmaß an Akzeptanz und Bürgerbeteiligung gelingen. Eine vorbehaltlose Unterstützung dieses Großprojektes im Landkreis wird es mit uns Grünen jedenfalls nicht geben. Es darf nicht allein darauf ankommen, den Oberbeckenstandort mit der größten Leistung und damit den höchsten Gewinnchancen zu wählen. Raumverträglichkeit und Naturschutz haben Vorrang vor Gewinnstreben. Nur so kann das Vorhaben bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Akzeptanz finden", so Fuchs.

Mit Blick auf die zur Anbindung des durch den Stadtwerkeverbund Trianel geplanten Pumpspeicherkraftwerkes und der mit dem Bau eines Oberbeckens verbundenen Flächenversiegelung von über 50 Hektar Waldgebiet fordert der Bündnisgrüne Landratskandidat einen angemessenen Ausgleich der Eingriffe in Natur und Umwelt:

„Die Starkstromleitung zur Anbindung an die Schmalwassertalsperre muss einen erkennbaren ökologischen und naturschutzfachlichen Mehrwert bringen. Ein Ausbau des Biotopverbundes Hainich-Thüringer Wald wie von den Thüringer Naturschutzverbänden gefordert wäre eine gute Möglichkeit, diesen Mehrwert zum Schutz der Artenviefalt und der Stärkung zusammenhängender Rückzugsgebiete herzustellen."

Bei seiner gestrigen Mitgliederversammlung hat sich der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gotha bereits auf dieses Vorgehen verständigt und die kritische Begleitung des Bauvorhabens gefordert.

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