09.05.2016

Kulturpolitik der Staatskanzlei ist konzeptlos

Überlegungen zum Ausstieg der Stadt Erfurt aus der Kooperation zwischen der Thüringen Philharmonie Gotha und dem Erfurter Orchester

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha ist bestürzt über die vonseiten der Stadt Erfurt und ihrer Kulturbürgermeisterin Tamara Thierbach (Die Linke) geäußerten Überlegungen, die Kooperation zwischen dem Erfurter Orchester und der Thüringen Philharmonie Gotha infrage zu stellen und mit den dafür eingesetzten Mitteln in Zukunft eigene Musikerstellen finanzieren zu wollen.

Albrecht Loth, Pressesprecher des Kreisverbands und Mitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Thüringen Philharmonie Gotha erklärt dazu: „Es ist an Unverschämtheit nicht zu überbieten, gerade jetzt, nachdem die Fusion zwischen der Thüringen Philharmonie Gotha und der Landeskapelle Eisenach in weiten Teilen ausverhandelt ist, die Kooperation zwischen beiden Orchestern infrage zu stellen. Hier wird in einer unerträglichen Art und Weise die Solidarität unter den Thüringer Orchestern aufgekündigt und die Existenz des neu entstehenden Orchesters infrage gestellt. Dass für diesen Kulturdarwinismus auch noch eine Kulturbürgermeisterin der Linken die Verantwortung trägt, ist umso schlimmer. Frau Thierbach entpuppt sich damit als kulturpolitische Geisterfahrerin, die in diesem Amt völlig fehl am Platze ist. Wir erwarten von der Staatskanzlei und Kulturstaatsminister Hoff eine schnellstmögliche, eindeutige Klarstellung, dass an der Kooperation zwischen der zukünftigen Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und dem Erfurter Orchester nicht gerüttelt wird und die vom Land pro Jahr in Höhe von 400000 Euro bereitgestellten Mittel auch für die kommende Förderperiode in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund, die Zusammenarbeit zwischen beiden Klangkörpern, die sich bewährt hat, aufzukündigen.“

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