01.02.2016

Kreisverband der Gothaer Grünen begrüßt Einigung zur Orchesterfusion

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha begrüßt die grundsätzliche Einigung zwischen den kommunalen Trägern der Thüringen Philharmonie Gotha und der Landeskapelle Eisenach zu einer Fusion der beiden Orchester ausdrücklich.

Albrecht Loth, Pressesprecher der Kreisverbands, erklärt dazu: „Mit der Thüringen Philharmonie Gotha, einem der ältesten deutschen Orchester, und der Landeskapelle in Eisenach – der Geburtsstadt Johann Sebastian Bachs (1685-1750), in der mit Georg Philipp Telemann (1681-1767) mehrere Jahre auch einer der berühmtesten Barockkomponisten als Kapellmeister wirkte – gehen zwei Klangkörper zusammen, die schon allein von ihrer Tradition und der Musikgeschichte beider Städte hervorragend zusammenpassen. Es ist erfreulich, dass eine Fusion der Thüringen Philharmonie Gotha mit dem Erfurter Orchester damit definitiv vom Tisch ist, die letztlich zu deren Degradierung zu einem Erfurter Grabenorchester geführt und ihr Aus bedeutet hätte. Das Land steht nun allerdings ohne Wenn und Aber in der Pflicht, die Voraussetzungen zu schaffen, damit die chronisch finanzschwache Stadt Eisenach in Zukunft ihren finanziellen Verpflichtungen als Träger des neu entstehenden Orchesters auch dauerhaft und verlässlich nachkommen kann. Das Beispiel der Stadt Suhl, die von 1998 bis 2008 aufgrund ihrer desaströsen Finanzlage als Träger letztlich ein stetiger Unsicherheitsfaktor war, sollte daher allen Beteiligten eine eindringliche Warnung sein. Dennoch sprechen wir uns ganz klar für eine Zahl von dauerhaft 66 Musikerstellen aus. Wenn in Gotha nach 1998 erneut die Herausforderung einer Fusion zweier Orchester in Angriff genommen wird, dann ist es aus unserer Sicht nur selbstverständlich, dass im Ergebnis ein B-Orchester angestrebt wird, dem auch dauerhaft die eigenständige Aufführung eines entsprechend größeren Repertoires möglich wird. Mit nur 56 Musikerstellen, wie jetzt von der Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf in den Raum gestellt, ist das jedoch ausgeschlossen. Die Schaffung eines B-Orchesters wäre kulturpolitisch dagegen nicht nur für Gotha, sondern auch für Eisenach ein enormer Gewinn und muss daher eindeutig Priorität haben.“

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