08.09.2014

Kein neuer Kalibergbau in Thüringen

Zu den von der australischen Firma East Exploration PTY LTD derzeit beim Landesbergamt zur Erteilung einer Erlaubnis zur Erkundung von Kalivorkommen gestellten Anträge erklärt Michael Göring, bündnisgrüner Kreistagsabgeordneter und Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Sömmerda III-Gotha I:

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha lehnt die aktuellen Planungen zum Kaliabbau im Nordkreis Gotha und den angrenzenden Landkreisen ab. Uns fehlt bisher vor allem die nötige Transparenz und die umfassende Einbeziehung der betroffenen Gemeinden und Landkreise. Die Bedenken der BI „Fahner Höhe“, die sich an das völlig undurchsichtige Genehmigungsverfahren zum Fracking im Jahr 2012 erinnert fühlen, teilen wir daher völlig.“

Weiteren Kalibergbau in Thüringen sehe ich besonders kritisch, insbesondere mit Blick auf die gravierenden Folgen, beispielhaft zu sehen im Revier Westthüringen, das noch viele tausend Jahre mit den Folgen des Kalibergbaus zu kämpfen haben wird. Außerdem sollten, wenn überhaupt, zunächst schon bestehende Kaligruben, wie im nordthüringischen Roßleben in den Blick genommen werden, bevor nach neuen Kalilagerstätten gesucht wird. Das die jahrelangen Verhandlungen zum Verkauf der nach der Wende dort stillgelegten Kaligruben durch die Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung stillgelegter Bergwerksbetriebe in diesem Jahr eingestellt wurde, zeigt außerdem in aller Deutlichkeit, dass überhaupt kein Bedarf an der Erschließung neuer Lagerstätten vorhanden ist. Wenn es eines Tages jedoch zu einem neuen Abbau von Kalisalzen in Thüringen kommt, muss garantiert sein, dass dieser umweltverträglich ohne Halden und die Einleitung von Kalilaugen in Gewässer und den Untergrund erfolgt”, erläutert der bündnisgrüne Kreistagsabgeordnete und Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Sömmerda III-Gotha I”, Michael Göring, weiter.

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