25.05.2016

Güterbahnhof Emleben muss in Betrieb bleiben

Der Kreisverband Bündnis 90/Grünen Gotha lehnt die Schließung des Güterbahnhofs Emleben ab, die im Rahmen der von DB Cargo verkündeten Stilllegung von zahlreichen, angeblich unrentablen, Güterbahnhöfen – fünf davon in Thüringen – erfolgen soll. Dazu erklärt Albrecht Loth, Pressesprecher des Kreisverbands: „Diese Pläne stellen aus verkehrspolitischer und ökologischer Sicht ein völlig falsches Signal dar. Die Politik und das Staatsunternehmen Bahn sollten alles in ihren Kräften stehende tun, um möglichst viel Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, anstatt mit derartig überflüssigen Entscheidungen das genaue Gegenteil zu bewirken.“
Steffen Fuchs, grünes Kreistagsmitglied ergänzt: „So ist aus unserer Sicht der Erhalt des Güterbahnhofs Emleben von besonderer Bedeutung, wird doch auf der 2011 für den Personenverkehr stillgelegten Strecke Gotha-Gräfenroda nur der Streckenabschnitt Gotha-Emleben noch für den Güterverkehr genutzt. Immerhin verkehren ein- bis zweimal täglich über 2000 Tonnen schwere Züge von der Total Raffinerie Mitteldeutschland in Halle zum Tanklager in Emleben. Auch diese Restnutzung droht damit weiter an Attraktivität zu verlieren, obwohl gerade mit Blick auf das Gewerbegebiet Ohrdruf ein Ausbau des Schienengüterverkehrs wünschenswert wäre. Die Aussage der Bahn, die entsprechenden Güterbahnhöfe würden „nicht stillgelegt“ und könnten bei steigendem Bedarf problemlos wieder angefahren werden, ist aus unserer Sicht sehr fragwürdig und äußerst kritisch zu betrachten. Das Beispiel von Streckenstilllegungen, schon allein im Fall der Bahnstrecke Gotha-Gräfenroda, zeigt, wie schwer eine spätere Wiederinbetriebnahme ist. Wenn wir uns ernsthaft mit dem Klimaschutzschutzziel zur Reduzierung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius auseinandersetzen wollen, dürfen wir nicht zusehen, wie die Infrastruktur für umweltfreundliche Mobilität und Güterverkehre immer mehr reduziert wird."

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