07.08.2017

Von: Albrecht Loth

Bromacker-Forschung

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Gotha fordert die Kulturabteilung der Thür. Staatskanzlei auf, sich zwecks Fortführung der Grabungsarbeiten auf dem Bromacker bei Tambach-Dietharz schleunigst für die Absicherung der Co-Finanzierung der der Stiftung Schloss Friedenstein dazu bewilligten Bundesmittel starkzumachen. Der Bromacker zählt bekanntlich zu einem der bedeutendsten Grabungsstätten auf dem Gebiet der Saurierforschung. Wir haben daher keinerlei Verständnis dafür, dass  man sich angesichts der vergleichsweise kleinen Summe jetzt noch Streitigkeiten über Zuständigkeiten aufgrund angeblich unklarer Förderrichtlinien auf Bundes- und Landesebene liefert. Es wäre fatal, wenn infolge dessen nicht nur der Verfall von Fördermitteln durch den Bund in Kauf genommen und damit weitere Verzögerungen bei der längst überfälligen Fortführung einer über Jahrzehnte gediehenen, fachlich weltweit geschätzten, naturwissenschaftlichen Arbeit riskiert, sondern auch noch die Ausweisung des Geoparks "Inselsberg- Drei Gleichen" zum "Global Georpark" durch die Unesco gefährdet wird, die eine echte Bereicherung für den Tourismus im Thüringer Wald darstellt. Albrecht Loth, Sprecher des Kreisverbands erklärt dazu: "Das Museum der Natur Gotha, dessen Sammlungen ebenfalls auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken können, ist mit seiner langen Tradition ein unverzichtbarer Bestandteil der Gothaer Museumslandschaft und der Stiftung Schloss Friedenstein. Die Grabungen auf dem Bromacker sowie die Sicherung der dort gemachten Funde haben ebenfalls dafür gesorgt, dass diese heute über einen so hervorragenden Ruf genießt. Wir erwarten daher, dass Kulturstaatsminister Hoff (Die Linke) und die Vertretung des Landes im Stiftungsrat der Stiftung endlich ihre Hausaufgaben machen, könnte doch sonst der äußerst fragwürdige Eindruck entstehen, dass es sich beim Gothaer Naturkundemuseum aus Sicht des Landes nur ein um fünftes Rad am Wagen der Stiftung handelt, was äußerst bedauerlich wäre. Mit dem vorläufigen Ende der Grabungen auf dem Bromacker im Jahr 2011 ist ohnehin schon viel zu viel Zeit vergangen. Jetzt ist schnelles, unbürokratisches Handeln im Sinne einer verantwortungsvollen, weitsichtigen Kulturpolitik angesagt, die wir hier andernfalls nicht erkennen können."

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